Atlas der gastroenterologischen Endoskopie
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Magensonde mit Drucknekrosen im Ösophagus
Drucknekrosen Drucknekrosen
Fremdkörper, die eine längere Zeit im Ösophagus verweilen, können die Schleimhaut schädigen. Das Beispiel beschreibt den Befund eines Patienten, der wegen einer dekompensierten Pylorusstenose eine Magenablaufsonde erhielt. Die Endoskopie ergibt mehrere Druckulzera im präkardialen Bereich und im unteren Drittel des Ösophagus (linkes Bild). Zur Kontrolle nach 10 Tagen (rechtes Bild) befinden sich die Ulzerationen bereits in Abheilung. Die Ulzerationen sind nach einer Sondenliegedauer von 48 Std. aufgetreten. Das Material der Sonde besteht aus PVC. Besser geeignet erscheinen weichere Sonden aus Silikon, die nach unserer Erfahrung weit weniger schleimhautschädigend sind. Ebenso sollte die Liegedauer einer Sonde so kurz wie möglich sein und die Indikation (heute eher selten) zum Legen einer Magenablaufsonde streng gestellt werden.