Atlas der gastroenterologischen Endoskopie
| Home |
Übersicht |
vor |
zurück |
Lexikon |
E-Mail |
|
Steakhouse Syndrom
Steakhouse Syndrom Beim Steakhouse-Syndrom verlegt meist ein Fleischbolus den Ösophagus teilweise oder vollständig. Ursachen sind schlecht sitzender Zahnersatz oder ein mangelhaft versorgtes Gebiss. Vor allem feste Nahrungsmittel wie Rindfleisch gelangen dann als großer Bolus in die Speiseröhre. Nach Literaturberichten liegen aber häufig benigne oder maligne Erkrankungen der Speiseröhre vor (Stenosen, Tumore). Auch Ösophagusspasmen, die beim Verzehr von halbrohem Fleisch auftreten, sollen ursächlich beteiligt sein. Im Beispiel hat sich der Patient beim Erzählen verschluckt. Es besteht ein typisches Globusgefühl. Der Bolus verschließt den Ösophagus vor der mittleren Enge (Aorta, Bronchialbaum) inkomplett und wird mit dem Endoskop in den Magen gebracht. Oft gelingt diese Prozedur nicht (Verletzungsgefahr der Speiseröhre bei vollständiger Verlegung). Dann muss der Bolus mit der Fremdkörperzange in Teilstücken entfernt werden. In verzweifelten Fällen ist eine operative Entfernung indiziert.
Steakhouse Syndrom
Steakhouse Syndrom

Steakhouse Syndrom

Ursache für diesen Zustand ist Kohlrabistück, das sich im oberen Ösophagus verkeilt hat. Durch ein schlecht sitzendes Gebiss wurde ein größeres Stück verschluckt. Zuerst sieht man links einen Fremdkörper, der in Schleim und Flüssigkeit verborgen ist. Rechts ist nach Freispülen dann das eingeklemmte Gemüsestück zu erkennen. Der Fremdkörper kann nach Fragmentierung mit einer Polypektomieschlinge extrahiert werden.