Atlas der gastroenterologischen Endoskopie
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Zenker-Divertikel Zenker-Divertikel mit Bezoar
Zenker Divertikel Zenker Divertikel
Das linke Bild zeigt ein Zenker'sches Divertikel. Es liegt an der Hinterwand und ist ein Pseudodivertikel, wobei Mukosa und Submukosa an der Ausbildung beteiligt sind. Als Ursache für ihre Entstehung werden Koordinationsstörungen im oberen Ösophagusanteil bei anatomischen Besonderheiten diskutiert. Anfänglich besteht ein Globusgefühl. Diese Divertikel sind sehr häufig progredient, sodass später durch eine Kompression der Speiseröhre zunehmend dysphagische Beschwerden auftreten können. Bei sehr großen Divertikeln können sich Nahrungsreste darin sammeln (Bezoar). Es kann in diesem Zusammenhang zu einer Regurgitation von Nahrungsresten kommen, es besteht Aspirationsgefahr. Auf dem rechten Bild kann man ein größeres Zenker'sches Divertikel mit Bezoar erfassen. Für den Endoskopiker besteht immer die Gefahr der Perforation eines solchen Divertikels mit einer nachfolgenden lebensbedrohlichen Mediastinitis. Am Ösophagus unterscheidet man drei verschiedene Arten von Divertikeln. Dies sind das Zenker'sche Divertikel oder auch Zenker-Pulsationsdivertikel genannt im Bereich des Ösophagusmundes. Die zweite Art werden thorakale Divertikel genannt. Bei ihnen handelt es sich um echte Divertikel. Es werden mehrere Ursachen diskutiert (Fehlanlage, Motilitätsstörungen und entzündliche Veränderungen). Zur dritten Gruppe gehören die epiphrenischen Divertikel. Auch dies sind echte Divertikel. Sie treten oberhalb des Hiatus oesophageus an der Hinterwand auf.