Atlas der gastroenterologischen Endoskopie
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Spontanperforation mit Blutung und endoskopischer Versorgung
Die folgenden Bilder zeigen eine extraperitoneal gelegene Spontanperforation bei bekanntem Ulkusleiden. Zuerst wird unsererseits an eine Fistel gedacht, da beim Patienten ein Mesotheliom bekannt ist. Da sich das Kontrastmittel jedoch glatt begrenzt paraösophageal ausbreitet, favorisieren wir eine Spontanperforation. Im Peritoneum konnte kein Kontrastmittel nachgewiesen werden. Neben diesem subkardialen Ulkus findet sich zusätzlich ein Ulcus ad pylorum. Anlass für die Gastroskopie sind akut einsetzende Oberbauchschmerzen. Es erfolgt die aktive Blutstillung und gleichzeitig der Verschluss der Perforationsstelle mit mehreren Hämoclips. Durch eine breite antibiotische Abschirmung kann eine Mediastinitis verhindert werden. Die konservative Therapie ist erfolgreich.
Spontanperforation mit Blutung Spontanperforation mit Blutung
Zunächst ist subkardial ein kleines Koagel zu sehen, das auch mit dem Endowasher nicht weggespült werden kann. Nach dem Wegschieben des Koagels mit der Biopsiezange wird eine frische Perforationstelle sichtbar.
Röntgen Spontanperforation Röntgen Spontanperforation
Mit einem ERCP-Katheter wird die Stelle intubiert, dieser läuft neben dem Endoskop.
Fahren Sie mit dem Mauszeiger über das Bild, um eine Ausschnittsvergrößerung und Färbung der Katheterspitze zu erkennen.
Die anschließende Kontrastmittelgabe zeigt das Depot unmittelbar neben dem Gerät paraösophageal.
Mit dem Mauszeiger über dem Bild kann eine Vergrößerung und die Anfärbung des Depots erreicht werden.
Spontanperforation mit Blutung Spontanperforation mit Blutung
Gleich nach der Manipulation mit dem ERCP-Katheter kommt es zu einer kleinen arteriellen Blutung. Die Blutung wird mit zunächst mit Fibrinkleber gestillt, doch am Rand sickert es weiter. Am oberen Rand sieht man noch einen Fibrinfaden.
Spontanperforation Clipping Spontanperforation Clipping nach 1 Woche
Zur entgültigen Blutstillung werden mehrere Hämoclips auf die Blutungsstelle gesetzt, gleichzeitig kommt es hierdurch zu einem Verschluss der Perforationsstelle. Dieses Bild wird 1 Woche nach der Blutung aufgenommen, es ist zu einer Konsolidierung gekommen.