Atlas der gastroenterologischen Endoskopie
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Stenting von Gallen- und Pankreasgang bei rezidivierender Papillenstenose
Papillenstenose und eitrige Cholangitis Stauung von Pankreas- und Gallengang
Rezidivierende Cholangitiden mit therapierefraktärer narbiger Papillenstenose führen zur Implantation eines Kunststoffstents. Gleichzeitig liegt eine chronische Pankreatitis mit erheblicher Stauung des Ductus pancreaticus vor (rechtes Bild). Links ist Papille mit eitrigem Sekret und deutlicher Stenose nach EPT und mehreren Dilatationen zu sehen.
Stenting von Pankreas- und Gallengang Stenting von Pankreas- und Gallengang
Da mit der Drainage des Gallengangs die Schmerzen der chronischen Pankreatitis nicht beherrscht werden können und die Stauung bestehen bleibt, wird ein zweiter Stent in den Ductus pancreaticus implantiert. Links das endoskopische Bild, rechts das Röntgenbild mit den beiden Stents.
Wallstent Entfaltung Wallstent
Pankreas- und Gallengangsstent Weil die Stents im Gallengang ständig verschlossen sind, Entschluss zur Implantation eines Wallstents. Auf dem linken oberen Bild ist der Stent noch nicht entfaltet, rechts oben dann vollständige Entfaltung und regelrechte Lage. Im linken unteren Bild sieht man den Wallstent und den Pankreasstent im endoskopischen Bild. Die rezidivierende Cholangitis mit narbiger Papillenstenose stellt nur im Ausnahmefall eine Indikation für einen Wallstent dar. Meist kommt es im Anschluss zu rezidivierenden Cholangitiden (bei unserem Patienten drei beherrschbare). Das hohe Alter des Patienten und eine erhebliche Komorbidität (maximales Op-Risiko), zusammen mit den rezidivierenden Verschlüssen der Kunststoffstents ergeben in diesem Fall die Indikation zum Wallstent.