Atlas der gastroenterologischen Endoskopie
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Spontane Pfortaderblutung
hämorrhagische Schleimhaut Blut durchscheinend
Wegen akuter Oberbauchbeschwerden erfolgt die ÖGD, die ein Ulcus duodeni ergibt. Unter konservativer Therapie mit PPI kommt es zu einer raschen Besserung. Nach acht Tagen ist wegen plötzlicher epigastrischer Schmerzen eine erneute ÖGD erforderlich. Das Ulkus ist in Abheilung begriffen. Jetzt ist die Duodenalschleimhaut hämorrhagisch verändert (links). Weiter distal erscheint sie bläulich livide verändert (rechtes Bild). Grund der Verfärbung ist hindurchscheinendes Blut. Wärend einer anschließenden Laparotomie kann eine Pfortaderblutung versorgt werden. Eine Lagebeziehung zum Ulcus duodeni wird nicht gefunden. Ebenso ist eine Spätkomplikation nach Endoskopie unwahrscheinlich. In einer Medline-Recherche fand sich kein publizierter Fall einer Pfortaderblutung nach ÖGD. Ein erhöhter Pfortaderdruck oder ein vorausgegangenes Trauma bestehen ebenfalls nicht. Somit muss von einer spontanen Blutung aus der Vena portae ausgegangen werden.